Karikaturen

Karikaturen und politische Zeichnungen

Satirische Texte, Karikaturen und politische Zeichnungen gehören schon seit der Antike zur Kultur. Doch erst die bahnbrechende Erfindung der Druckerpresse öffnete den Weg zur weiten Verbreitung dieser kritisch-humoristischen Kunstform. Sie wurde bereits in der Zeit der Reformation als publizistische Waffe eingesetzt.

Mit dem Aufstieg Grossbritanniens zur Weltmacht kam die Karikatur durch Künstler wie Thomas Rowlandson, Hogarth und Cruikshank in England stark in Mode, allerdings eher in künstlerischen Einzelblättern als in der Presse. 1841 erschien erstmals der berühmte "Punch" in London.

In Frankreich veröffentlichte Honoré Daumier als bedeutendster Vertreter dieser Kunst in Zeitschriften wie "Charivari" und "Caricature". Ihm folgten Künstler wie Jean-Louis Forain oder Félix Vallotton, die am Anfang ihrer Karriere als begabte Zeichner durch Karikaturen für diverse satirische Zeitschriften bekannt wurden.

In Deutschland war es 1848 der "Kladderadatsch", vor allem aber der 1896 von Thomas Theodor Heine herausgegebene "Simplicissimus", der durch seine hohe  künstlerische Qualität rasch zum führenden Satireblatt im deutschsprachigen Raum avancierte.

In der Schweiz wurde 1875 der "Nebelspalter" gegründet - heute das älteste bestehende Satiremagazin der Welt!  
Diese  Satire-Zeitschrift hatte in den 20er-Jahren und in der Zeit des 2. Weltkrieges eine grosse Bedeutung im Kampf gegen den Nationalsozialismus und später auch gegen die Diktaturen des Ostblocks, "Gegen rote und braune Fäuste", wie es der bekannte Zeichner und langjährige Chefredaktor Carl Böckli  -  "bö" -  (1889-1970) nannte.

Zu den folgenden Seiten: 

 

 

 

Lindi - Abert Lindegger,  (1904 - 1991)

"Wenn ich Diktator wäre  -  sässe ich jetzt noch drüben im Leuen"
Der Künstler in Pose auf seinem Balkon. 

Kolorierte Tuschzeichnung, 1936, unten signiert,
rückseitig vom Künstler handschriftlich bezeichnet.

Publiziert:  10. April 1936 im "Nebelspalter".

 

 

 

 

 

 

 

Nach oben