Klassische Naive und Art brut

Klassische Bauernmalerei rund um den Säntis

Eines haben die Maler der Klassischen Bauernmalerei mit den Naiven und den Art brut-Künstlern gemeinsam: 

Sie entwickelten sich autodidaktisch aus einem starken inneren Bedürfnis heraus – sie wollten Erlebtes und ihre starken Eindrücke malerisch festhalten. 

Die Wirklichkeit wandelt sich in ihren Bildern zur persönlichen Wahrheit, zur eigenen unverwechselbaren und einzigartigen Bildpoesie.
Kandinsky prägte den Begriff  „Grosse Reale“, während der bedeutende Kunstkritiker Franz Roh diese Kunst treffend „Magischen Realismus“ nannte. 

 

 

 

Die Ursprünge der Klassischen Ostschweizer Bauernmalerei sind in der Möbelmalerei zu finden, die im 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts im Säntisgebiet ihren Höhepunkt erlebte. Als das Interesse an bemalten Kästen, Truhen und Betten nachliess, fanden die Künstler mit ihrer überschwänglichen Vorstellungskraft und Erzählfreude im Malen von Tafelbildern ihre neue Berufung.

Das Wort „Bauernmaler“ vermittelt übrigens einen unvollständigen Eindruck. Nur ein kleiner Teil dieser Künstler war hauptberuflich als Bauer tätig.  So war z.B. Felix Brander Dachdecker, J.J. Heuscher Stickereizeichner und Gastwirt oder etwa Johannes Zülle von Beruf Weber. 

Bedeutende Maler: 

  • Brander Felix,  (1846 - 1924)
  • Frischknecht, Fritz  (1893 – 1983)
  • Giezendanner Babeli,  (1831 - 1905)
  • Haim, Franz Anton  (1820 - 1890)
  • Heuscher, Johann Jakob  (1843 - 1901)
  • Manser, Albert  (1937 - 2011)
  • Manser, Josef (1911 - 2005)
  • Stark, Conrad  (geboren 1765)
  • Vetter, Jakob  (1866 - 1937)
  • Wenk, Niklaus (1913 - 2013)
  • Wild, Franz  (1883 - 1978)
  • Zeller, Johann Baptist  (1877 - 1959)
  • Zülle, Johannes  (1841 - 1938) 

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