Lebensbeschreibungen / Künstler-Biographien

Amiet, Cuno

Cuno Amiet   (Solothurn 1868 - 1961 Oschwand)

Geboren wurde Cuno Amiet  1868 in Solothurn. Sein Vater war Staatsschreiber und Archivar. Für den Wunsch des Knaben Kunstmaler zu werden, konnten sich die Eltern anfänglich nicht begeistern. Aber schon in der Schule zeigte sich das Talent des jungen Mannes. Sein Zeichnungslehrer Heinrich Jenny brachte ihm die ersten Grundlagen der Malerei bei. Den Kunstmaler Walther von Vigier durfte er hin und wieder in seinem Atelier besuchen, wo ihm der zehnjährige Knabe sogar Modell stand. 
Als Glücksfall erwies sich, dass der schon damals berühmte Maler Frank Buchser mit dem Vater von Cuno Amiet  befreundet war. Mit Begeisterung reiste der junge Cuno so oft als möglich zu ihm und liess sich vom Meister in die Geheimnisse der hohen Malkunst einführen.

Nach der Matura malte Cuno Amiet oft zusammen mit seinem Lehrer Frank Buchser erstmals in der freien Natur. Bald zog der junge Maler aber nach München, wo er sich an der Kunstakademie weiterbildete. Seine Lehrer waren Caspar Ritter, Gabriel Häckl, Karl Raupp und Nicolaus Gysis. 1887 begegnete Cuno Amiet dem Schweizer Maler Giovanni Giacometti. Die beiden blieben sich lebenslang in enger Freundschaft verbunden. Sie gehörten in München dem Kreis junger Schweizer Maler an, mit Max Buri, Wilhelm Balmer, Emil Dill oder auch Hans Beat Wieland.

Nach der Rekrutenschule in Bellinzona kehrte er nach München zurück. Cuno Amiet und Giovanni Giacometti beschlossen, ihr Studium in Paris fortzusetzen. Dort pflegten sie ab 1888 gute Kontakte zu den Schweizer Malern Hugo Siegwart, Hans Emmenegger wie auch zu Andrea Robbi und anderen. Sie studierten an der Académie Julian, zusammen mit Pierre Bonnard, Edouard Vuillard, Maurice Denis und Paul Sérusier, den Gründern der Künstlervereinigung der Nabis.  

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Anker, Albert

Albert Anker (1831  Ins 1910)

Geboren wurde Albert Anker am 1. April 1831 in Ins.  Den Grossteil seiner Kindheit verbrachte er in der Stadt Neuenburg. Im Alter von vierzehn Jahren erhielt er erstmals privaten Kunstunterricht bei Louis Wallinger. Das Gymnasium besuchte Anker in Bern, im Jahr 1851 bestand er die Maturitätsprüfung. 

Unmittelbar danach schrieb sich der Zwanzigjährige für den Studiengang der Theologie an der Universität Bern ein. Ab dem Jahr 1852 führte er seine Studien in der deutschen Stadt Halle fort. Nur zwei Jahre später entschied sich Albert Anker, das Studium abzubrechen und nach Paris zu ziehen, um eine Karriere als Künstler einzuschlagen. Dort eingetroffen wurde er Schüler des Schweizer Klassizisten Charles Gleyre und besuchte von 1855 bis 1860 die École des Beaux-Arts. Eifrig beteiligte sich Anker mit seinen Bildern an Pariser Salonausstellungen und wurde dafür mehrfach mit Auszeichnungen belohnt. 

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Carigiet, Alois

Alois Carigiet  (1902 Trun 1985)

Aus dem Kanton Graubünden stammen einige der bedeutendsten Maler der Schweizer Kunst. Ohne Zweifel gehört Alois Carigiet dazu.

Geboren 1902 in Trun, wuchs er in bäuerlichen Verhältnissen auf. Er ist der ältere Bruder des bekannten Schauspielers Zarli Cargiet. Die Familie zog 1911 nach Chur, dort besuchte er die Sekundarschule und begann 1918 eine Lehre als Dekorationsmaler. Im Jahre 1923 zog er nach Zürich, wo er in einem Grafikatelier arbeitete. 1927 eröffnete er sein eigenes Atelier.

1933, damals noch Grafiker, war Alois Carigiet Mitbegründer des legendären „Cabaret Cornichon“ in Zürich. Er schuf mit Begeisterung witzig-satirische Bühnenbilder, entwarf auch das berühmte Signet mit der geflügelten Essiggurke – eben das „Cornichon“. Auch das bekannte rote Kleeblatt der Landeslotterie und das Plakat für die Landi 1939 stammen von ihm.

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Dietrich, Adolf

Adolf Dietrich (1877 Berlingen 1957)

Adolf Dietrich wurde am 9. November 1877 in Berlingen am Untersee geboren, wo er auch sein ganzes Leben verbrachte.

Schon in seiner Schulzeit beeindruckte er seinen Lehrer mit seinem grossen Zeichentalent. Dieser empfahl ihm eine Lithographenlehre in Konstanz, doch seine Eltern wollten das nicht. Er arbeitete als Weber in der nahen Trikotfabrik, sowie als Heimarbeiter, Streckenwärter bei der Bahn und als Tagelöhner. In seiner knappen Freizeit zeichnete er, doch schon bald stellte er in künstlerischer Hinsicht höhere Ansprüche an sich selbst. Als Autodidakt vertraute er seiner genauen Beobachtung und seiner Fantasie. 

Im Jahre 1913 werden seine Arbeiten erstmals in einem öffentlichen Museum gezeigt, im Wessenberghaus in Konstanz. 1917 darf er sogar in der berühmten Avantgarde-Galerie Hans Goltz in München ausstellen. Ab 1920 wird er durch den Mannheimer Kunsthändler Dr. Herbert Tannenbaum vertreten. Dieser emigrierte 1937 nach Amerika.

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Dix, Otto

Otto Dix (Gera 1891 - 1969 Singen)

Otto Dix - mit vollständigem Namen Wilhelm Heinrich Otto Dix - wurde am 2. Dezember 1891 in Gera – Untermhaus in eine einfache Arbeiterfamilie geboren.
Als Kind wurde er bereits im Schulunterricht vom Zeichnungslehrer stark gefördert – Otto Dix galt sein Leben lang als exzellenter Zeichner - und so wuchs er zu einem der bekanntesten und bedeutendsten deutschen Maler und Grafiker des 20. Jahrhunderts heran.
Nach einer Lehre als Dekorationsmaler in Gera (1905 bis 1909), ermöglichte ein Stipendium Otto Dix das Studium an der Kunstgewerbeschule in Dresden (1910 bis 1914).

Intensiv befasste sich Otto Dix mit der Malerei des 15. Jahrhunderts. Deutsche, flämische und italienische Maler der Renaissance inspirierten und beeinflussten ihn in seinem Kunstschaffen. Otto Dix interessierte sich aber auch für Kunstströmungen seiner Zeit. So arbeitete er mitunter durchaus auch in Anlehnung an den Kubismus, den Futurismus oder den Dadaismus. Stilistische Vielfalt gilt denn auch als typisch für den Künstler Otto Dix.
Im ersten Weltkrieg meldete sich Otto Dix freiwillig zum Kriegsdienst. Die dort erlebten Grausamkeiten, das Elend und der Schrecken fand Einfluss in sein künstlerisches Schaffen. Durch die sogenannten „Kriegsbilder“ wurde Otto Dix einem breiten Publikum bekannt.

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Epper, Ignaz

Ignaz Epper (St. Gallen 1892 - 1969 Ascona)

Ignaz Epper wurde am 6. Juli 1892 in St. Gallen geboren. Er verbrachte seine Kindheit und Jugend in einfachen Verhältnissen. In den Jahren von 1908 bis 1912 liess er sich an der Gewerbeschule St. Gallen zum Stickereizeichner ausbilden. Bei dieser Gelegenheit traf Ignaz Epper auf Mitschülerinnen und Mitschüler wie Sophie Täuber, Sebastian Oesch, sowie auch Theo Glinz.

Nach der Rekrutenschule fand Ignaz Epper einen Posten als Entwerfer bei der Firma Selig in St. Gallen. Kurzerhand sandte ihn sein Arbeitgeber nach Berlin, wo er fortan Modeskizzen fertigte. In der Freizeit aber genoss er es, seine Eindrücke von der Grossstadt festzuhalten. In Berlin fiel denn auch Ignaz Eppers definitiver Entscheid, sich fortan als Künstler seinen Lebensunterhalt zu verdienen und damit gegen den Willen seiner Familie seinen eigenen Weg zu gehen. Fest entschlossen kündigte er also seine Stelle und brach gemeinsam mit dem befreundeten Sebastian Oesch zu einem mehrmonatigen Aufenthalt in die deutschen Städte Weimar und München auf.

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Gehr, Ferdinand

Ferdinand Gehr (Niederglatt bei Oberuzwil 1896 - 1996 Altstätten)

In seiner Schaffenszeit von über sieben Jahrzehnten (!) schuf F.G. bedeutende sakrale Werke, Fresken, Glasmalereien - er wurde aber auch berühmt durch seine Landschaften in Tempera, die Blumenaquarelle und seine zahlreichen bemerkenswerten Farbholzschnitte (Handdrucke).

1911-1922 erfolgt die Ausbildung zum Stickereizeichner. Im Jahre 1914 wird er Schüler des St. Galler Malers August Wanner an der Gewerbeschule in St. Gallen. Er vertieft sich in dieser Zeit besonders in die Arbeiten von Emil Nolde.

Die 20er-Jahre bilden die eigentliche Grundlage seiner künstlerischen Entwicklung. Die Studienaufenthalte in Paris (bei André Lhote), in Deutschland und Italien (Freskotechniken in Florenz) geben ihm eine solide Basis für sein Lebenswerk.

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Giacometti, Alberto

Alberto Giacometti (Borgonovo 1901 – 1966 Chur)

Geboren 1901 in Borgonovo ob Stampa, erlebte er seine Kindheit im Nachbardorf Stampa, fernab der grossen Städte und Kunstmetropolen im bündnerischen Bergell. Sein Vater, der berühmte Kunstmaler Giovanni Giacometti, erkannte schon früh sein Talent und förderte ihn bereits in seiner Jugend. So war Cuno Amiet sein Taufpate, sogar Ferdinand Hodler war mit der Familie befreundet – er war der Pate seines Bruders Bruno Giacometti.

Die Familie Giovanni Giacomettis lebte in guten finanziellen Verhältnissen. Giovannis Vater war zuerst als Zuckerbäcker tätig, wanderte dann nach Warschau aus, leitete in Bergamo ein Kaffeehaus und kam als vermögender Mann nach Stampa zurück, wo er ein schönes Patrizierhaus erwarb.

1915 – 1919 besucht Alberto das Internat in Schiers, wo er sich mit Lucas Lichtenhan anfreundete. Dieser war später Leiter der Kunsthalle Basel und führte die erste öffentliche Ausstellung von Alberto Giacometti nach dem Kriege durch.

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Giacometti, Augusto

Augusto Giacometti (Stampa 16.08.1877 - 9.06.1947 Zürich)

Der Maler Augusto Giacometti ist einer der ersten Maler ungegenständlicher Kunst. Seine tachistisch anmutenden Abstraktionen sind die ersten Beispiele in der Kunstgeschichte für ein neues Sehen und sind Wegbereiter für moderne Tendenzen in der Malerei. Nach seinen eigenen Angaben hat er damit um 1898 begonnen. 
Er nimmt damit nicht nur in der Schweizer Kunst, sondern auch international einen wichtigen Platz ein.

Zeitlebens bleibt jedoch auch die Auslotung der Grenzen zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit eine seiner Hauptinteressen. 

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Giacometti, Giovanni

Giovanni Giacometti (Stampa 1868 - 1933 Glion)

Vater von Alberto, Diego und Bruno Giacometti.

Am 7. März 1868 wurde Giovanni Giacometti in Stampa im Kanton Graubünden geboren. Schon früh zeigte der Knabe zeichnerisches Talent und wurde in der Schule ermutigt, eine künstlerische Laufbahn einzuschlagen.

1886 zog Giovanni Giacometti nach München. Dort besuchte er die Kunstgewerbeschule. Er lernt Cuno Amiet kennen, mit dem ihn eine lange Freundschaft verbinden wird. 1888 ist er zusammen mit Amiet nach Paris. Sie sind begeistert, doch aus finanziellen Gründen muss Giacometti 1891 zurück nach Stampa. Nach der intensiven Zeit in Paris fühlt er sich dort weit weg vom Leben in der Kunst.

Erst die nationale Kunstausstellung in Bern, wo er mit Werken vertreten ist, verbessert seine Situation. 1894 folgt eine Reise nach Rom und Neapel. In Maloja lernt er Giovanni Segantini kennen, mit dem ihn fortan eine tiefe Freundschaft verbindet.

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Gubler, Max

Max Gubler (1898 Zürich 1973)

Max Gubler wurde am 26. Mai 1898 in Zürich geboren. Er hatte zwei ältere Brüder, Eduard und Ernst, die wie er eine Laufbahn als Künstler einschlagen sollten. Insbesondere zu Ernst pflegte Max Gubler stets ein enges Verhältnis: Ernst interessierte sich zeitlebens für die Arbeiten des Bruders und diskutierte mit ihm kunsttheoretische Fragen.

Als Sohn eines Dekorationsmalers wurden Max Gubler schon früh die Grundlagen des Kunsthandwerks vermittelt. Trotzdem bestanden die Eltern auf einer Ausbildung zum Primarlehrer am Seminar in Küsnacht. Max Gubler fügte sich dem Willen der Eltern von 1914 bis 1918 – kurz vor den Abschlussprüfungen verliess er allerdings das Seminar, um sich ganz der Kunst zu widmen.

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Heckel, Erich

Erich Heckel (1883 Döbeln, Sachsen – 1970 Radolfzell)

Erich Heckel erblickte am 31. Juli 1883 in Döbeln, im deutschen Bundesland Sachsen, das Licht der Welt.
Der Künstler, welcher aus heutiger Sicht zu den bekanntesten Malern und Grafikern des Expressionismus zählt, durchlief keine künstlerische Ausbildung, sondern fand den Weg zur Kunst autodidaktisch. Seinen ursprünglichen Traumberuf, Architekt, gab er im Jahr 1905 auf, um gemeinsam mit seinen Freunden Karl Schmidt-Rotluff, Fritz Bleyl und Ernst Ludwig Kirchner die Künstlergruppe «Die Brücke» in Dresden zu gründen. Eine rege gemeinsame Ausstellungstätigkeit folgte. Im Laufe der Zeit erfuhr die Gruppe verschiedene personelle Neubesetzungen und Abgänge: Ein weiteres, aus heutiger Sicht sehr bekanntes - wenngleich nur temporäres - Mitglied der «Brücke» war Emil Nolde. 

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Herzig, Heinrich

Heinrich Herzig (1887  Rheineck  1964)

Der Künstler Heinrich Herzig wurde am 28. Juni 1887 in Rheineck geboren. Bürger war er von Walzenhausen, AR. Er wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Schon im jungen Alter hegte Heinrich Herzig den Wunsch Künstler zu werden. In den Jahren von 1904 bis 1906 folgte zunächst eine Ausbildung an der Zeichnungsschule des Gewerbemuseums St. Gallen zum damaligen Modeberuf Stickereientwerfer.

Im Alter von 21 Jahren zog es Heinrich Herzig nach München, um dort die Kunstgewerbeschule und die Akademie zu besuchen. In sechs Jahren wurde ihm in der süddeutschen Metropole das Handwerk des Künstlers beigebracht. Zur Vervollkommnung seines Studiums besuchte Heinrich Herzig zudem Kurse privater Kunstschulen in Berlin und Dresden.

Der junge Künstler kam in Deutschland in Berührung mit der - die damalige Kunst revolutionierenden - Strömung des Expressionismus. Heinrich Herzig war beeindruckt und wurde für sein späteres Schaffen nachhaltig inspiriert.

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Hodler, Ferdinand

Ferdinand Hodler (1853 - 1918)

Als ältester Sohn des Tischlers Johann Hodler verbrachte er seine Jugendjahre in Bern, später auch in La Chaux-de-Fonds. Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, seine Eltern starben sehr früh und so übernahm er nach dem Tod seiner Mutter die Verantwortung für die Familie und die vielen Geschwister.

Seine Ausbildung begann mit einer Lehre beim Vedutenmaler Ferdinand Sommer in Thun, die er aber frühzeitig beenden musste. Er kam über Umwege schliesslich nach Genf, wo sein Talent vom bekannten Maler Barthélemy Menn erkannt wurde. Menn leitete die «Ecole de figure» und war mit Camille Corot befreundet. Hodler trat 1873 in seine Schule ein, beschäftigte sich neben seiner Malerei intensiv mit Philosophie, die für ihn zeitlebens sehr wichtig war. In den Museen beeindruckte ihn besonders die Kunst der Alten Meister, z.B. Hans Holbein, oder im Louvre die Werke von Andrea Mantegna. 1878/79 hielt er sich in Madrid auf, wo ebenfalls wichtige Einflüsse in sein Werk flossen. Seit 1876 beteiligte er sich regelmässig an nationalen Ausstellungen und Wettbewerben. Von der Kritik wurde er völlig unterschiedlich beurteilt, zum Teil sogar offen abgelehnt. Er war für seine Zeit zu modern. Trotzdem stellten sich erste grosse Erfolge ein. Mit dem Gemälde «Die Nacht», 1889, erregte Hodler grosses Aufsehen. Die Ausstellung im Musée Rath wurde zwar in letzter Minute verhindert, weil das Gemälde von einigen Puritanern als sittenwidrig verurteilt wurde. Die folgende Ausstellung mit diesem Gemälde in Paris erhielt aber höchste Anerkennung.

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Hug, Charles

Charles Hug (St. Gallen 1899 - 1979 Zürich)

Charles Hug – eigentlich Karl Hug - wurde am 22. Juni 1899 in St. Gallen geboren. Sein Vater wirtete im Gasthaus „Zum Zeughaus“ mitten in der Altstadt von St. Gallen. Eine angefangene Lehre als Maschinenmeister brach Charles Hug ab. Lieber mühte er sich tagsüber bei der Arbeit auf einer Baustelle in Mörschwil ab, um sich so den Besuch von Abendkursen an der Gewerbeschule St. Gallen zu ermöglichen. Anfänglich noch im bautechnischen Departement der Schule eingeschrieben, wechselte er schon bald ins dekorative Fach. Mit 22 Jahren folgte ein Aufenthalt in Genf. Nur zwei Jahre später, 1923, zog es Charles Hug über die Landesgrenzen hinaus nach Berlin.

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Kirchner, Ernst Ludwig

Ernst Ludwig Kirchner (1880 - 1938)

Ernst Ludwig Kirchner wurde 1880 als Sohn eines Ingenieurs in Aschaffenburg geboren und verbrachte seine Kindheit (der Arbeit des Vaters wegen) in Aschaffenburg, Frankfurt, Perlen (bei Luzern) und Chemnitz.

Er schliesst sein Architekturstudium 1905 in Dresden ab, ist jedoch bereits ab 1903 auch an der Kunsthochschule in München eingeschrieben.

1905 schliesst er sich mit Erich Heckel, Karl Bleyl und Karl Schmidt-Rottluff zur Künstlergruppe „Brücke“ zusammen; ein Jahr später gehören auch Max Pechstein, Emil Nolde und Cuno Amiet dazu. Die Künstlervereinigung hat zum Ziel, in ihren malerischen Formen und Bildkompositionen neu auch das Gefühl in Beziehung zu einer Sache, also den tieferen Sinn und Ursprung darzustellen, ohne Rücksicht auf gängige Normen und Tabus. Ein neues Sehen. 

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Kokoschka, Oskar

Oskar Kokoschka (1886 - 1980)

Der expressionistische Maler, Grafiker und Schriftsteller Oskar Kokoschka wurde im Jahr 1886 in Pöchlarn (Niederösterreich) geboren.

Ausgerüstet mit einem Stipendium, besuchte Kokoschka von 1905 bis 1909 die Kunstgewerbeschule in Wien. Einer seiner Lehrer war Gustav Klimt.
Gustav Klimt war nicht der einzige, welcher Einfluss auf Kokoschkas Kunststil ausübte: Besonders geprägt wurde Kokoschka zu jener Zeit durch Werke von Vincent van Gogh und Ferdinand Hodler - beides Künstler die ihn tief und nachhaltig beeindruckten.
In der Zeit von Kokoschkas Studienjahren dominierte in der Kunst noch immer der Jugendstil. Erstaunlicherweise lehnte der junge Student diesen Stil ab, obwohl er mit Gustav Klimt - als Lehrer - und dem Architekten und Theoretiker Adolf Loos - als Mäzen - durchaus Kontakt zu Grössen des Jugendstils pflegte.

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Liner, Carl August

Carl August Liner (St. Gallen 1871 - 1946 Appenzell)

Carl August Liner wurde am 8. Juni 1871 in St. Gallen geboren, wo er auch aufwuchs. Sein Vater war Zimmermeister, was der Familie ein Leben in bescheidenem Wohlstand ermöglichte. Carl August besuchte die Kantonsschule St. Gallen, welche er im Jahr 1890 mit Erreichen der Maturität abschloss. Das ausserordentliche Zeichnungstalent des Maturanden veranlasste seine Lehrer, die Aufnahme eines Kunststudiums nachdrücklich zu empfehlen: Carl August Liner studierte dann an der Akademie der Bildenden Künste in München
An der Akademie wurde er insbesondere mit der Freilichtmalerei vertraut gemacht, welche für sein späteres Schaffen von enormer Bedeutung sein sollte. Auch vom deutschen Realismus erfuhr er wichtige Impulse. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz betätigte er sich als Illustrator und Zeichnungslehrer in St. Gallen. Letzteres bei gut situierten Familien der Stadt, worunter auch die Familie des Textilkaufmanns August Bernet fiel. Der Zeichnungsunterricht für die Tochter des Hauses hatte weitreichende Folgen: Im Jahr 1902 feierten Carl August Liner und Cécile Bernet Hochzeit.

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Liner, Carl Walter

Carl Walter Liner (1914 - 1997)

Carl Walter Liner wurde am 17. August 1914 als Sohn des bekannten Kunstmalers Carl August Liner geboren. Er verbrachte seine Kindheit und Jugend im Appenzellerland. Nach dem Besuch der Realschule begann er eine Grafikerlehre in Aarau, die er allerdings nach kurzer Zeit wieder aufgab.

Stattdessen erteilte ihm sein Vater Kunstunterricht. In diesen Lehrjahren entstanden vornehmlich Zeichnungen und Pastelle. Die Liebe zur Ölmalerei entdeckte Carl Walter Liner während eines halbjährigen Aufenthalts in Ägypten im Jahr 1936, beziehungsweise 1937.

Danach führte ihn sein Weg nach Paris, um an der Académie de la Grande Chaumière zu studieren. Die Erfahrungen, welche Carl Walter in zwei Jahren Studienzeit in der französischen Metropole machte, waren für seine spätere Entwicklung als Künstler ungemein wichtig. Während sein Malstil zuvor noch impressionistisch anmutete - der Einfluss des Vaters also noch deutlich erkennbar war - drückte er sich nun zunehmend expressiver aus und begann dunkle, leuchtende Farben zu bevorzugen.

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Neff, Sibylle

Sibylle Neff  (1929 - 2010) 

Von Sibylle's Kunst weiss man einfach, dass sie vortrefflich ist. Man ahnt, dass sie auch lange nach unserer Zeit bewundert und behütet sein wird. Ihre Bilder erzählen von Sibylle und ihrem Land Appenzell. Von den kleinen Dingen, die alles ausmachen. Ihre Malerei ist ein Teil ihres Lebens. Jener Teil ihres Lebens,  wo plötzlich Ruhe um sie war. Wo ihre tausend Gedanken sich in der Stille fanden. Wo Landschaft, Geschichten und Farben sich zu einem Kunstwerk vereinten.

Sibylle ist eine unbestechliche Beobachterin, nichts entgeht ihr. Sie sucht nach der Wahrheit. Sie findet sie in ihren Bildern, wo wir sie immer wieder neu entdecken dürfen.

→ zur Webseite von Sibylle Neff

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Nolde, Emil

Emil Nolde (1867 - 1956)

Im Jahr 1892 übersiedelte Emil Nolde aus beruflichen Gründen nach St. Gallen. Er wurde Lehrer für gewerbliches und ornamentales Entwurfszeichnen an der Schule des ansässigen Gewerbemuseums. Die Nähe zu den Alpen inspirierte Nolde. Er wurde Mitglied des Schweizerischen Alpen-Clubs (SAC) und bestieg neben anderen Gipfeln das Matterhorn. In seiner Freizeit zeichnete Nolde denn auch die Schweizer Berge grotesk personifiziert und liess Postkarten dieser Arbeiten drucken. Ein äusserst lohnender Einfall: Die Postkarten wurden zum Verkaufsschlager.
Der finanzielle Erfolg ermöglichte Emil Nolde fortan ein Dasein als freier Künstler. Ebenfalls in seiner Zeit in der Schweiz entstand eine Mappe mit 24 Drucken, deren Grundlage Zeichnungen von urtümlichen Charakteren aus dem Kanton Appenzell Innerrhoden darstellten. Die sogenannten „Typen aus Appenzell“.

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Oesch, Sebastian

Sebastian Oesch  (1893 - 1920)

Sebastian Albert Oesch wurde am 25. März 1893 in St. Gallen geboren.

Er durchlief die üblichen Schulen und verbrachte zudem einige Zeit im Welschland. Im Unklaren über seine beruflichen Ziele probierte er zunächst verschiedene Tätigkeiten aus. Schliesslich liess er sich an der Gewerbeschule St. Gallen zum Stickereizeichner ausbilden. Bei dieser Gelegenheit traf Sebastian Oesch auf Mitschülerinnen und Mitschüler wie Ignaz Epper, Sophie Täuber und auch auf Theo Glinz.

Ein Stipendium seiner Heimatstadt ermöglichte ihm 1911 die Aufnahme eines Kunststudiums in Zürich an der Böcklin-Akademie unter Willy Hummel. Dabei knüpfte er auch Kontakte zum bekannten graphischen Atelier Wolfensberger, wo seine ersten lithographischen Arbeiten erschienen. Diese zeigen bereits auf erstaunliche Weise seine künstlerische Begabung.

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Roesch, Carl

Carl Roesch  (1884 - 1979)

Im Jahr 1910 lernte Carl Roesch Margrit Tanner kennen. Nur ein Jahr später heiratete er die Tochter des St. Galler Stickerei-Fabrikanten August Tanner und liess sich gemeinsam mit ihr in Diessenhofen nieder. Margrit und Carl Roesch war es vergönnt, bis ins hohe Alter eine glückliche und erfüllte Ehe zu führen. Ganz bewusst entschied sich Carl Roesch dafür, in Diessenhofen zu wohnen und zu arbeiten. Allerdings unternahm er immer wieder Reisen nach Italien und Frankreich – insbesondere nach Paris – die ihm neue Eindrücke, den Besuch von Ausstellungen und den Kontakt zu Künstlerkollegen ermöglichten. Besonders von Arbeiten des Künstlers Paul Cézanne zeigt er sich zeitlebens begeistert und inspiriert.

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Rotach, Johannes

Johannes Rotach  (1892 - 1981)

Als viertältestes von acht Kindern eines armen Kleinbauern wurde Johannes Rotach am 1. September 1892 in Hundwil AR geboren. Ein Sprachfehler und Schwerhörigkeit liessen ihn nur mit Mühe sieben Jahre Primarschule durchlaufen. Der Schulzeit folgte ein armseliges Dasein als Knecht – von 1915 bis 1930 in Mörschwil SG, aber auch an verschiedensten Orten im Appenzellischen.

Eher untypisch für zukünftige Bauernmaler jener Zeit, war Rotach Autodidakt. Schon als Kind zeichnete er am liebsten Kühe. Diese Freude am Malen und Zeichnen führte letztendlich zu einem Gesamt-Oeuvre von ungefähr 200 Bildern - vorwiegend Auftragsarbeiten für Bauern. Leider ist bis heute nur noch etwa die Hälfte dieser Bilder erhalten geblieben.

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Schiess, Traugott

Traugott Schiess  (1834 - 1869)

Traugott Schiess wurde als Sohn des Pfarrers Johann Heinrich Schiess in St. Gallen geboren. Er verbrachte seine Kindheit und Jugend zum grössten Teil in Grabs, in einem vom väterlichen Pietismus geprägten Umfeld. Nach Abschluss des Schulbesuchs liess er sich in St. Gallen zum Lithografen ausbilden. 1851 folgte er seinem Bruder Heinrich, dem späteren Professor für Augenheilkunde, nach Basel und wurde Schüler des Landschaftsmalers und Aquarellisten Friedrich Horner. 1854 übersiedelte Schiess nach München, wo ihn Johann Gottfried Steffan als Schüler in sein Atelier aufnahm. Daneben besuchte er Abendkurse an der Akademie und übte sich bei Friedrich Voltz in der Tiermalerei.

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Schneider, Carlos

Carlos Schneider  (1889 Rebstein 1932)

Karl Heinrich Schneider - genannt Carlos Schneider - wurde am 19. Juli 1889 in Rebstein im St. Gallischen Rheintal geboren. Er wuchs in wohlhabenden Verhältnissen auf. Sein Vater hatte es als Sohn eines Bergbauern zum Kaufmann in der Stickereibranche gebracht und trug den Ehrenbürgertitel von Rebstein.

Carlos Schneider hatte bereits als Kind Probleme mit seiner Gesundheit. Als Siebenjähriger wurde er zudem Halbwaise: Seine Mutter starb bei der Geburt seines jüngsten Bruders.
Obwohl gesundheitlich chronisch belastet, war Carlos Schneider ein äusserst aufgeweckter und vor allem sprachbegabter Schüler. Scheinbar mühelos erlernte er Französisch, Englisch, Portugiesisch, Griechisch, Russisch, Spanisch und Arabisch. Unter diesen Voraussetzungen galt er geradezu als prädestiniert, eine steile Karriere als Kaufmann in der Textilindustrie oder alternativ als Diplomat ins Auge zu fassen.
Bereits in der Kantonsschule wurde seine Ausbildung allerdings vom Ausbruch einer schweren Brustfellentzündung abrupt unterbrochen. Der fünfzehnjährige Carlos Schneider musste zur Genesung zwei Jahre in Sanatorien in Davos verweilen.

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Segantini, Giovanni

Giovanni Segantini  (1858 - 1899)

Giovanni Segantini wurde am 15. Januar 1858 in der Kleinstadt Arco di Trento, das damals noch zu Österreich gehörte, geboren. Sein Vater, Agosto Segatini (das „n“ fügte Giovanni erst später hinzu) arbeitete in Arco als Schreiner. Giovannis Mutter Margherita war die dritte Ehefrau.

Schon in frühester Jugend spürte Giovanni die Härten des Lebens: Kaum ein halbes Jahr alt, starb sein älterer Bruder. Als er sieben Jahre alt war, starb seine Mutter. Darauf übernahm seine Halbschwester Irene, die Tochter aus erster Ehe, die in Mailand lebte, die Verantwortung für ihn. Es war eine schwere Zeit für den Knaben, sie lebten in armen Verhältnissen und Irene war mit der Aufgabe völlig überfordert. Sie gab die österreichischen Ausweispapiere ab und vergass, im Gegenzug, die italienischen zu beantragen. Damit war Giovanni staatenlos.

Als im Jahre 1866 auch noch sein Vater starb, wurde Giovanni Vollwaise. Er wurde in eine Erziehungsanstalt in Mailand überbracht, wo er Schuster lernen sollte, doch das passte nicht zu ihm.

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Segantini, Gottardo

Gottardo Segantini (Pusiano 1882 - 1974 Maloja)

Der Künstler Gottardo Guido Segantini wurde am 25. Mai 1882 in Pusiano geboren. Sein Vater war der weltberühmte Alpenmaler Giovanni Segantini. Seine Mutter Bice Bugatti war die Schwester des Möbelentwerfers Carlo Bugatti. Auch ohne Trauschein waren Gottardo Segantinis Eltern sehr glücklich miteinander. Sie boten ihren drei Söhnen sowie ihrer Tochter – Gottardo war ihr ältestes Kind – eine liebevolle Kindheit.

Im Jahr 1894 – fünf Jahre vor dem Tod des Vaters - zog die Familie Segantini nach Maloja ins Chalet Kuoni. Das bündnerische Dorf sowie das Haus bildeten fortan das Zuhause Gottardo Segantinis. Der Künstler blieb dort bis zu seinem Lebensende wohnhaft. Das Zimmer, welches seinem Vater zu Lebzeiten als Bibliothek diente, wurde durch Gottardo Segantini zum Atelier umfunktioniert.

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Sik, Ota

Ota Sik (Pilsen 1919 - 2004 St. Gallen)

Schon in jungen Jahren erkannte Ota Sik seine Leidenschaft für die Malerei und entschloss sich aus diesem Grund 1933 zu einem Kunststudium in Prag. Nur ein Jahr später zwang ihn die politische Situation zu dessen Abbruch. Seine Ausbildung zum Künstler beschränkte sich fortan auf den Besuch von Abendkursen.

Sein politisches Engagement gegen die nationalsozialistische Besatzung seines Landes provozierte Ota Siks Inhaftierung. Von 1940 bis zur Befreiung im Jahr 1945 wurde er im Konzentrationslager Mauthausen gefangen gehalten. In dieser Zeit reifte seine Überzeugung ob der Wichtigkeit seiner politischen Betätigung.

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Vallotton, Félix

Félix Vallotton (Lausanne 1865 – 1925 Paris) 

Félix Édouard Vallotton wurde 1865 in Lausanne geboren. Als Sohn eines Drogisten und einer Hausfrau kommt er aus eher einfachen Verhältnissen.
Mit 17 Jahren geht er 1882 nach Paris und schreibt sich an der École des Beaux Arts ein; 1885 stellte er erstmals Bilder im Salon des Artistes Français in Paris aus. Erst 1890 ist er aber zum ersten Mal in der Schweiz mit Werken an der Exposition Nationale Suisse des Beaux Arts in Bern vertreten.

Vallotton ist zusammen mit seinen Freunden Édouard Vuillard, Pierre Bonnard und Maurice Denis Mitglied der „Nabis“ und entsprechend erklärt sich in seinen Werken der Symbolismus, der virtuose Umgang mit Farben und ebenso – vor allem gut sichtbar auch in seinen zahlreichen Holzschnitten - die Faszination für den damals modernen Japonismus.

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Varlin (Willy Guggenheim)

Varlin, eigentlich Willy Guggenheim (Zürich 1900 - 1977 Bondo)

Willy Guggenheim wurde am 16. März des Jahres 1900, als Sohn eines Lithographen, in Zürich geboren. Sein Vater Hermann Guggenheim besass ein Geschäft, das sich u.a. mit der Herstellung und dem Handel von den damals sehr beliebten Ansichtskarten befasste. Doch im Jahre 1912 folgte ein Schicksalsschlag, Hermann Guggenheim starb, ein Wohnortswechsel von Zürich nach St. Gallen folgte.

In St. Gallen besucht Willy Guggenheim die Kantonsschule. Er absolviert eine Ausbildung in der Kunstgewerbeschule St. Gallen, sowie eine Lehre im lithographischen Atelier Seitz. Nach dieser Lehre besucht er die kunstgewerbliche Abteilung der Gewerbeschule St. Gallen unter August Wanner. Zu seinen Mitschülern gehört auch Ferdinand Gehr, mit dem er auch weitere Stationen seines Lebensweges teilt.

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Wacker, Rudolf

Rudolf Wacker (1893 Bregenz 1939)

Am 25. Februar 1893 kam Rudolf Wacker in Bregenz zur Welt. Die erste Station seiner künstlerischen Ausbildung bildete die „Kaiserlich-Königliche Fachschule für gewerbliches Zeichnen“ seiner Heimatstadt. Danach folgte ein kurzer Aufenthalt in Wien an der Malschule Bauer um kurz darauf – ab dem Jahr 1911 – ein Studium an der zur damaligen Zeit äusserst berühmten Zeichenschule in Weimar aufzunehmen. Zu seinen Lehrmeistern gehörten der Tiroler Maler Albin Egger-Lienz sowie der bekannte Illustrator und Grafiker Walter Klemm.

Der Unterricht fand für Rudolf Wacker ein abruptes Ende: 1914 wurde er zum Militärdienst einberufen. Nur ein Jahr später geriet er in Polen in russische Gefangenschaft. Rudolf Wacker verbrachte beinahe fünf Lebensjahre unter Arrest in Sibirien. Während dieser Zeit versuchte er die schrecklichen Kriegserfahrungen mittels detaillierten Tagebucheinträgen zu verarbeiten. Leider sind nur noch sehr wenige dieser Schriften auffindbar. Die Kriegserlebnisse prägten Rudolf Wacker für sein künftiges Schaffen nachhaltig.

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Zeller, Hans

Hans Zeller   (Waldstatt 1897 - 1983 Teufen AR)

Hans Zeller wurde im Jahre 1897 in Waldstatt im Kanton Appenzell Ausserrhoden geboren. Seine Eltern betrieben den «Ochsen» - eine Wirtschaft und Metzgerei zugleich. Als ältestes von acht Kindern sollte Hans Zeller in die Fussstapfen der Eltern treten. Der Sohn, dessen zeichnerisches Talent sich bereits in jungen Jahren offenbarte, hegte jedoch andere Pläne: Mit sechzehn Jahren entschloss er sich zu einer fünfjährigen Ausbildung zum Stickereientwerfer in St. Gallen.

Im Jahr 1920 – Hans Zeller weilte in Genf um Französisch zu lernen und sich dadurch optimal auf eine ihm offerierte Stelle als Stickereizeichner in Paris vorzubereiten - entschied er sich definitiv, Kunstmaler zu werden. Er bestand nicht nur die Aufnahmeprüfung an die „École des Beaux-Arts“ in Genf, sondern erhielt zudem im Verlaufe seines Studiums mehrere Auszeichnungen. Das Wissen um diese Erfolge führte schlussendlich zu einem Umdenken bei Hans Zellers Eltern: Fortan unterstützten sie den Sohn in seinen künstlerischen Bestrebungen. So nahmen sie auch dessen Studium in Paris an der „École nationale supérieure des Beaux-Arts“ wohlwollend zur Kenntnis.

Hans Zeller verfeinerte in Frankreich sein Wissen um die Ölmalerei und beendete sein Studium im Jahr 1922 mit dem Erhalt des Diploms. Nach einem ausgedehnten Aufenthalt in Florenz kehrte der Künstler in seine Heimat zurück.

Im Jahr 1924 heiratete Hans Zeller Hedwig Tanner. Gemeinsam zog das Paar nach Herisau – in den Heimatort Hedwigs. Durch zahlreiche Ausstellungen im Raum Ostschweiz gelang es Hans Zeller, sich als Künstler in der Region zu etablieren. Kritiken fielen zu seinen Gunsten aus, immer zahlreicher erreichten ihn Porträtaufträge. Im Alter von dreissig Jahren wurde Hans Zeller Vater einer Tochter namens Angela.

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