Biographie Alois Carigiet

Alois Carigiet (1902 Trun 1985)

Aus dem Kanton Graubünden stammen einige der bedeutendsten Maler der Schweizer Kunst.
Ohne Zweifel gehört Alois Carigiet zu ihnen.

Geboren 1902 in Trun, wuchs er in bäuerlichen Verhältnissen auf. Er ist der ältere Bruder des bekannten Schauspielers Zarli Cargiet. Die Familie zog 1911 nach Chur, dort besuchte er die Sekundarschule und begann 1918 eine Lehre als Dekorationsmaler. Im Jahre 1923 zog er nach Zürich, wo er in einem Grafikatelier arbeitete. 1927 eröffnete er sein eigenes Atelier.

1933, damals noch Grafiker, war Alois Carigiet Mitbegründer des legendären „Cabaret Cornichon“ in Zürich. Er schuf mit Begeisterung witzig-satirische Bühnenbilder, entwarf auch das berühmte Signet mit der geflügelten Essiggurke – eben das „Cornichon“. Auch das bekannte rote Kleeblatt der Landeslotterie und das Plakat für die Landi 1939 stammen von ihm.

Zeitlebens fühlte er sich künstlerisch der Handzeichnung und dem Aquarell verpflichtet, welche er als Künstler sehr hoch einstufte.

1939 kehrte er in seinen geliebten Heimatkanton Graubünden zurück, nach Platenga bei Obersaxen.
„Der Berg hatte mich wieder“, schreibt er in seiner Biographie.
Hier arbeitete er nun bis 1950 als freischaffender Künstler. Da schuf die Illustrationen zu Kinderbüchern, die ihn in der ganzen Welt bekannt machten.

Schliesslich wandte er sich der Ölmalerei zu. Auch hier blieb er seinem unverwechselbaren Stil treu. Seine Arbeiten sind zwar gegenständlich, aber expressiv auf die wichtigen Bildinhalte reduziert. Er zeigt vertraute Motive aus dem bäuerlichen Leben in den bündnerischen Dörfern inmitten der Bergwelt, ohne sich den modernen Entwicklungen zu verschliessen.

Sein Werk spiegelt ein Stück Zeitgeschichte Graubündens, das durch seine Arbeiten erhalten bleibt.