Biographie Augusto Giacometti

Augusto Giacometti (Stampa 16.08.1877 - 9.06.1947 Zürich)

Der Maler Augusto Giacometti ist ein Pionier ungegenständlicher Kunst. Seine tachistisch anmutenden Abstraktionen sind die ersten Beispiele in der Kunstgeschichte für ein neues Sehen und Wegbereiter für moderne Tendenzen in der Malerei. Nach seinen eigenen Angaben hat er damit um 1898 begonnen.
Er nimmt damit nicht nur in der Schweizer Kunst, sondern auch international einen wichtigen Platz ein. Zeitlebens bleibt jedoch auch die Auslotung der Grenzen zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit eines seiner Hauptinteressen. 

In Stampa im Bergell geboren, ist er ein Vetter zweiten Grades von Giovanni Giacometti, dem Vater von Alberto und Diego Giacometti. Er wächst auf dem elterlichen Bauernhof auf, besucht in Stampa die Primarschule, in Zürich die Kunstgewerbeschule

Es folgten Studien in Paris bei Eugène Grasset, dann hielt er sich in Florenz auf, wo er sich intensiv mit der Frührenaissance befasste.  1915 liess sich Augusto Giacometti in Zürich nieder, wo er nahe des Bellevue-Platzes ein Atelier fand. Dort kam er auch mit der Dada-Bewegung in Berührung, lernte 1917 Tristan Tzara, Marcel Janco, Sophie Täuber-Arp und Hugo Ball kennen.

Es folgten viele Reisen nach Italien, auch in den Norden nach  Stockholm, Oslo, Amsterdam, aber auch nach Tunis, Kairouan, Algier Marseille. In Zürich  wurde er u.a. mit dem bekannten Sammler Richard Kissling bekannt.

Trotz grosser Anerkennung blieb der Bergeller seiner einfachen, bescheidenen Lebensweise treu. 1934 wurde er in die Eidg. Kunstkommission gewählt, war sogar deren Präsident von 1939 bis zu seinem Tod im Jahre 1947.

Das Werk von Augusto Giacometti findet zunehmend auch international Anerkennung, besonders in seinen frühen, richtungsweisenden Farkompositionen.