Biographie Otto Dix

Otto Dix (Gera 1891 - 1969 Singen)

Otto Dix - mit vollständigem Namen Wilhelm Heinrich Otto Dix - wurde am 2. Dezember 1891 in Gera – Untermhaus in eine einfache Arbeiterfamilie geboren.
Als Kind wurde er bereits im Schulunterricht vom Zeichnungslehrer stark gefördert – Otto Dix galt sein Leben lang als exzellenter Zeichner - und so wuchs er zu einem der bekanntesten und bedeutendsten deutschen Maler und Grafiker des 20. Jahrhunderts heran.
Nach einer Lehre als Dekorationsmaler in Gera (1905 bis 1909), ermöglichte ein Stipendium Otto Dix das Studium an der Kunstgewerbeschule in Dresden (1910 bis 1914).

Intensiv befasste sich Otto Dix mit der Malerei des 15. Jahrhunderts. Deutsche, flämische und italienische Maler der Renaissance inspirierten und beeinflussten ihn in seinem Kunstschaffen. Otto Dix interessierte sich aber auch für Kunstströmungen seiner Zeit. So arbeitete er mitunter durchaus auch in Anlehnung an den Kubismus, den Futurismus oder den Dadaismus. Stilistische Vielfalt gilt denn auch als typisch für den Künstler Otto Dix.
Im ersten Weltkrieg meldete sich Otto Dix freiwillig zum Kriegsdienst. Die dort erlebten Grausamkeiten, das Elend und der Schrecken fand Einfluss in sein künstlerisches Schaffen. Durch die sogenannten „Kriegsbilder“ wurde Otto Dix einem breiten Publikum bekannt.

Im Jahr 1923 vermählte sich Otto Dix mit Martha Koch (geborene Lindner). Sie bekommen in der Folge zwei Söhne und eine Tochter.
Vier Jahre nach der Hochzeit, 1927, erhält Otto Dix eine Professur an der Kunstakademie in Dresden. Nur sechs Jahre später entlassen die Nationalsozialisten Otto Dix. Er war einer der ersten Kunstprofessoren, den dieses Schicksal nach der Machtergreifung Hitlers ereilte. Werke von Otto Dix werden im Zuge ihrer Diffamierung als „Entartete Kunst“ aus Museen beschlagnahmt, mitunter gar verbrannt.
Der Künstler zieht sich ins westliche Süddeutschland zurück. Im kleinen Ort Hemmenhofen am Bodensee findet er im Jahr 1936 den Wohnsitz, welchem er fortan treu bleibt.

Nach Kriegsende begegnen die Bundesrepublik sowie die DDR Otto Dix mit hoher Anerkennung seiner Leistungen. Zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen darf er entgegennehmen.
Trotzdem bleibt Otto Dix mit seinem künstlerischen Schaffen Aussenseiter, wenn es darum geht, dieses entweder der abstrakten Malerei der Bundesrepublik oder aber dem Sozialistischen Realismus der DDR zuzuordnen. Der wirklichkeitsgetreu arbeitende und zugleich sehr eigenwillige Künstler der er ist, kann sich letztlich mit der bevorzugten Kunst beider Systeme nicht anfreunden.

Otto Dix arbeitete veristisch, wenngleich er expressionistischen Elementen in seinen Bildern nicht abgeneigt war. In seinem Werk trifft realistische Malkunst im Stil der alten Meister auf Kommentare zum modernen Zeitgeschehen.
Mit zunehmendem Alter wendet sich Dix christlichen Motiven zu.

Im Jahr 1967 erleidet Otto Dix einen Schlaganfall. Als Folge bleibt seine linke Hand gelähmt. Es ist erneut ein Schlaganfall, der zwei Jahre später, am 25. Juli 1969, zum Tod des Künstlers in Singen am Hohentwiel führt.