Lesen Sie unsere Lebensbeschreibung folgender Ostschweizer Künstler:

Appenzeller, Charles Felix

Charles Felix Appenzeller (1892 - 1964)

Charles-Felix Appenzeller wurde am 18. August 1892 in St. Gallen geboren. Früh schon fühlte sich der Sohn aus gutbürgerlicher Familie zur Malerei hingezogen: Ausbildung bei Wilhelm Hummel in Zürich, Kunstakademie in München, sowie bei Angelo Jank. Besonders fühlte er sich zur französischen Malerei hingezogen.

Er war gut bekannt mit Ferdinand Hodler und Otto Vautier (Vater).  1911 arbeitete er in Genf, wo er zwischen 1912 und 1924 ein Atelier besass. In diesen Jahren malte er aber auch in der Ostschweiz: sein Bruder hatte ein Landhaus in Häggenschwil; hier entstanden viele Landschaftsbilder. 1918 gab er die Grafikmappe «Douze Estampes» heraus, 1923 das «Album de Lithographies».

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Bö (Carl Böckli)

"Bö" -  Carl Böckli  (St. Gallen 1889 - 1970 Heiden)

Bö über sich selbst:

"Geboren bin ich schon 1889. Seither zeichne ich. Bald ging ich in die Fremde.

Erst 1919 kehrte ich in die liebe Heimat zurück. Da traf ich den Nebelspalter, wurde ihm vorgestellt und arbeitete erst zaghaft, dann eifrig und heiter mit ihm zusammen. Sein mutiger Verleger machte mich neun Jahre später zum Redaktor und sehr stolz.

Ich gelte trotzdem und gern als bescheiden. Ich freue mich andauernd über meine Gabe, mich über Staubiges, Muffiges, Überhebliches so einfach und wohlverständlich äussern zu können. Böse bin ich, nach diesseitiger Ansicht, nicht! Ich könnte, wäre es mir oder Ihnen zuträglich, sehr wohl ein boshaftes Büchlein über mich selber zeichnen. Das ist ein gutes Zeichen."

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Ebnöther, Josef

Josef Ebnöther  (geb. 1937 in Altstätten)

Josef Ebnöther wurde 1937 in Altstätten geboren. Dort lebt er noch heute, hat in diesem Städtchen sein Atelier und ist künstlerisch tätig.

Nach einer Lehre als Schriftenmaler bildete sich Josef Ebnöther von 1959-1964 an der Kunstgewerbeschule St. Gallen weiter. Es folgten Studienaufenthalte in Paris an der Académie de la Grande Chaumière

1979 wird von der Kantonsschule Trogen der Film „Der Maler Josef Ebnöther und seine Umgebung“ gezeigt.

1990 schafft  Bruno Zaugg eine Videodokumentation über den Künstler.  
Josef Ebnöther wird mit vielen Preisen und Auszeichnungen geehrt, so erhält er u.a.  1965 und 2005 den Rheintaler Kunstpreis. 

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Fürer, Karl A.

Karl A. Fürer  (geb. 1946) 

Karl A. Fürer wurde am 31. Januar 1946 in Gossau SG geboren. Er wuchs in Wil SG auf und arbeitet in St. Gallen.

1970 entschloss er sich, als freischaffender Künstler zu arbeiten.  Er erhielt 1972 den Balsthaler Kunstpreis  –  den 1. Preis für Grafik und im nächsten Jahr den Aufmunterungspreis der Stadt St. Gallen. 

Seit 1975 lehrt Karl A. Fürer an der Schule für Gestaltung in St. Gallen.

In diesem Jahr trat er auch der GSMBA bei, der „Gesellschaft Schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten“ (die später in die Nachfolge-Organisation „visarte“ St. Gallen überging).

Es folgten längere Reisen und Studienaufenthalte in Italien, Spanien, Holland, Griechenland, Indien und Nepal.

Nach vielen Gruppen- und Einzelausstellungen  schloss sich 2011 schliesslich ein dreimonatiger  Aufenthalt in Rom an, in der Atelierwohnung des Kantons St. Gallen.

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Giezendanner, Babeli

Babeli Giezendanner  (eigentl. Aemisegger-Giezendanner Anna Barbara, 1831 - 1905)

Babeli Giezendanner ist nicht allein für die Toggenburger Kunst des 19. Jahrhunderts von grosser Bedeutung, sondern für diejenige der gesamten Ostschweiz. Als einzige Frau unter zahlreichen Bauernmalern dieser Region gelang es ihr, ein äusserst vielfältiges und eigenständiges Werk zu erarbeiten. Obwohl sie erwiesenermassen Kontakt zum bekannten Bauernmaler Johannes Müller aus Stein im Kanton Appenzell Ausserrhoden pflegte – er war vermutlich eine Art Lehrmeister für sie – unterscheiden sich ihre Arbeiten doch wesentlich von den typischen Appenzeller Malereien.

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Gilsi, Fritz

Fritz Gilsi   (1878 – 1961)

Fritz Gilsi war Maler, Zeichner, Karikaturist und Grafiker. Er wurde am 12. März 1878 in Zürich geboren. Nachdem sein Vater als junger Mann in Wien eine Stelle als Lithograf gefunden hatte, zog die Familie bereits 1879 nach Paris. Dort leitete er ein Atelier für Chromolithographie, dies zu einer Zeit, als der grafische Farbdruck noch in seinen Anfängen steckte. So wuchs der kleine Knabe in Paris auf und ging auch dort zur Schule, wo ihm die Lehrer und Klassenkameraden die französische Sprache lehrten. Nach seiner Schulzeit besuchte er Kurse an der Zeichnungsschule Palissy in Paris.

Im Jahre 1895 kehrte die Familie in die Schweiz zurück – nach Zürich, in die brave Stadt am See.  Der 17-jährige trat nun in die Zürcher Kunstgewerbeschule ein, wo er ausgezeichnete  Lehrer und kunstbegeisterte Mitschüler fand, zum Beispiel den später berühmten Augusto Giacometti.

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Gilsi, René

René Gilsi   (1905  St. Gallen  2002) 

René Gilsi wurde am 31. Mai1905 als Sohn des Malers Fritz Gilsi in St. Gallen geboren.  Bereits als Schüler zeigte er seine Begabung im Zeichnen und Malen. Die Fächer  Mathematik und Sprachen lagen ihm hingegen weniger. Auf eine Malerlehre folgte eine künstlerische Ausbildung bei August Wanner an der Kunstgewerbeschule St. Gallen, danach im Jahre 1926 jene in Paris. Darauf studierte René Gilsi 1928/29  an der Akademie der Bildenden Künste in Wien.  Es folgte 1930 noch ein Studienaufenthalt  in Holland. 

Neben seiner Malerei begann René Gilsi schon früh seine Mitarbeit als Zeichner von politischen Karikaturen für den  Nebelspalter.  Bereits 1925, also zu Beginn der erfolgreichsten Jahrzehnte dieser Satirezeitschrift, gehörte René Gilsi zu den besten und regelmässigen politischen Zeichnern des Blattes.

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Glinz, Theo

Theo Glinz (Lenzburg 1890 – 1962 Horn TG)

Am 6.September 1890 wurde Theo Glinz als Sohn des Zeichenlehrers Theophil Glinz geboren. Er wuchs in Lenzburg auf, erhielt vom Vater schon früh Zeichenunterricht und beteiligte sich bereits 1906 an einer Ausstellung von Lenzburger Malern.

Die erste Ausbildung erhielt er an der Zeichenschule des Gewerbemuseums in St. Gallen. In der gleichen Klasse studierte auch Ignaz Epper, der dort ebenfalls als Stickereientwerfer ausgebildet wurde.

1909 zog er nach Paris, wo er sich dem freien künstlerischen Schaffen zuwandte.  1911 bis 1913 bildete er sich an der Münchner Akademie unter Franz von Stuck und Carl Johann Becker-Gundahl weiter. Es folgte ein weiterer Aufenthalt in Paris,  wo er eine Malschule besuchte , an der u.a. Maurice Denis und Ed. Vuillard lehrten. Dann reiste er nach Siena, lernte dort die Alten Meister und Fresken des 14. und 15. Jahrhunderts kennen, zog dann weiter nach Florenz und Rom.

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Im Tessin

Graf, Diogo

Diogo Graf ( Fortaleza, Brasilien 1896 – 1966 St. Gallen) 

Als Sohn eines St. Galler Kaufmanns verbrachte Diogo Graf seine ersten Lebensjahre in Brasilien. Als er fünf Jahre alt war, kehrte seine Familie in die Schweiz zurück. In Rorschach absolvierte Diogo Graf eine Ausbildung zum Primarlehrer. Eine Arbeit, die er bis zu seiner Pensionierung aus vollster Überzeugung und mit viel Herzblut ausübte. Er vertrat eine für die damalige Zeit noch ungewohnte, innovative Art der Pädagogik, wobei ihm insbesondere die künstlerische Schulung der Kinder ein Anliegen war. Zu diesem Thema verfasste er auch Publikationen. 

Ab 1938 wendete sich Diogo Graf der abstrakten Malerei zu und wurde dadurch zum Pionier in seiner Heimatstadt. Dem Ostschweizer Publikum war diese neue Bildsprache zunächst noch fremd. Diogo Graf - durchaus ein Mensch der auf Kritik sensibel reagierte – gelang es jedoch, die negativen Meinungen zu ignorieren und weiterhin der Abstraktion treu zu bleiben und zu experimentieren.

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Greuter, Jakob

Jakob Greuter (1890 - 1984)

Der Versuch dem Leben von Jakob Greuter anhand von Jahreszahlen beizukommen ist eine Herausforderung: Der Art-brut-Künstler selbst legte keinen Wert auf die Genauigkeit seiner biographischen Angaben und stiftete mit widersprüchlichen Nennungen allerhand Verwirrung. Die Spärlichkeit und Ungenauigkeit der Informationen charakterisieren Jakob Greuter letztlich jedoch aufs Trefflichste: Er galt als ausgesprochener Eigenbrötler, der ein sehr zurückgezogenes Leben führte.

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Hirzel, Fritz

Fritz Hirzel   (1914  -  2000)

Der Maler Fritz Hirzel kam am 25. Dezember 1914 als Sohn eines Bodenseekapitäns und Hafenmeisters in Romanshorn zur Welt. Schon früh verlor er seine Mutter. Er besuchte die Primar- und Sekundarschule in Romanshorn, wo er sich anschliessend zum Maler ausbilden liess. Diesen Lebensabschnitt schloss er mit der Lehrabschlussprüfung in Chur im Jahre 1933 erfolgreich ab. Seine Begabung für ästhetische Darstellung zeigte sich bereits dadurch, dass er bereits in den Jahren 1930-32 für einige Zeit auch im Gebiet der Schriftenmalerei tätig war – ein solides Fundament für seine weitere künstlerische Entwicklung.

Innerlich zog es ihn mehr zum schöpferischen Gestalten hin, er liebte die künstlerisch fantasievolle Tätigkeit. Eine zusätzliche Lehre als Schaufensterdekorateur führte ihn in diese kreative Richtung . Nach dem Lehrabschluss 1951 folgte eine weitere Ausbildung zum Grafiker und Kunstmaler an der Kunstgewerbeschule in Basel.

Nach dieser ausgiebigen Lehrzeit zog es den jungen Maler zu Studienaufenthalten nach Paris und München.

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Koch, Willi

Willi Koch  (1909 – 1988) 

Biographie: 

Willi Koch über sich selbst 

Geboren 1909 in Stein am Rhein und Bürger von Stein im Toggenburg – und steinig war auch der Weg in den freien Beruf des Malers.

Vom Kindergarten in Stein am Rhein über Frauenfeld-Appenzell-St. Gallen waren es zwar frohe Schuljahre dank verständnisvoller Lehrer. Nach der Kunstgewerbeschule unter Fritz Gilsi und Alfred Stärkle folgten Jahre an der freien Akademie des Lebens. Zürich-Bern-Genf-Frankreich bildeten den Rahmen meiner Studien. Um 1932 bezog ich in Bruggen und ab 1936 an der Hinterlaube in St. Gallen mein eigenes Atelier mit Oberlicht und Aussicht auf Arbeit und Brotverdienst. Gelegenheitsarbeiten wechselten ab mit Aufträgen für Wandmalereien und bescheidenen Verkäufen von Werken der freien Malerei.

Die Beherrschung der verschiedenen Maltechniken erlaubte mir, grössere Aufgaben glücklich durchzuführen

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Nef, Jakob

Jakob Nef (1896 - 1977)

Künstler suchen immer die Wahrheit. Je besser ihnen das gelingt in ihren Darstellungen, um so wertvoller wird ihre Kunst empfunden. Besonders trifft das auf die bildende Kunst zu - auf die Maler, Zeichner und Grafiker,  ganz speziell aber auf die Karikaturisten und politischen Zeichner. Sie geben Antworten auf kritische Fragen der Zeit. Der engagierte Künstler greift in seinen Bildern an, hofft und träumt von einem Ideal.  Er stellt den Sinn und die Werte einer Gesellschaft in Frage; er hinterfragt die geltenden Regeln und die  Folgen der Gesetze.  Die besten Arbeiten sind oft Visionen für die Zukunft, auf jeden Fall aber Zeugnisse der Zeit. Dies gilt besonders in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs. 

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"Von deutschen Zeitungen überschwemmt"
Tuschzeichnung, um 1935-1940.

Schlatter, Ernst Emil

Ernst Emil Schlatter (Zürich 1883 - 1954 Uttwil)

Ernst Emil Schlatter wurde am 27. November in Zürich als Sohn eines Schlossermeisters geboren. Seine Familie stammt ursprünglich aus Schaffhausen. Nach einer Lehre als Lithograph beim Polygraphischen Institut Zürich bildete er sich in Stuttgart weiter und fand um 1910 in der Graphischen Anstalt J.E. Wolfensberger in Zürich eine Anstellung.  Er spezialisierte sich auf Plakate und entwickelte  neue Techniken für die Anwendung der Farblithographie, für die er eine ausgesprochene persönliche Neigung und grosse Begabung hatte.

Im Alter von 22 Jahren zog er nach Stuttgart, arbeitete dort zuerst ein halbes Jahr als Lithograph und studierte anschliessend an der Kunstgewerbeschule, die unter Bernhard Pankok einen ausgezeichneten Ruf besass.  Seine Skizzenbücher aus jener Zeit zeigten bereits den weiteren Weg hin zum Künstlerischen.

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Weiskönig, Werner

Werner Weiskönig  (1907 - 1982)

Am 3. November 1907 wird Werner Weiskönig als Sohn des Lithographen Paul Weiskönig und der Appenzellerin Rosa Schläpfer in Chemnitz geboren. Vom Vater hat der Künstler sein zeichnerisches Talent mitbekommen. Schon in seinem dritten Lebensjahr zieht die Familie nach St. Gallen, wo der Knabe zusammen mit seinem jüngeren Bruder aufwächst. 

Bereits als Schüler zeigt sich seine grosse zeichnerische Begabung. Er verlässt die Kantonsschule frühzeitig, um sich an der Kunstgewerbeschule St. Gallen als Grafiker ausbilden zu lassen. Sein Lehrer war Fritz Gilsi, der ihn in jeder Hinsicht fördert und dem er zeitlebens freundschaftlich verbunden bleibt. Schon im Alter von 18 Jahren erhält Weiskönig den Auftrag zum Entwurf von Briefmarken. Die Postverwaltung wird auf den jungen Mann aufmerksam und lädt ihn zu Wettbewerben ein. 

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