Biographie René Gilsi

René Gilsi   (1905  St. Gallen  2002) 

René Gilsi wurde am 31. Mai1905 als Sohn des Malers Fritz Gilsi in St. Gallen geboren.  Bereits als Schüler zeigte er seine Begabung im Zeichnen und Malen. Die Fächer  Mathematik und Sprachen lagen ihm hingegen weniger. Auf eine Malerlehre folgte eine künstlerische Ausbildung bei August Wanner an der Kunstgewerbeschule St. Gallen, danach im Jahre 1926 jene in Paris. Darauf studierte René Gilsi 1928/29  an der Akademie der Bildenden Künste in Wien.  Es folgte 1930 noch ein Studienaufenthalt  in Holland. 

Neben seiner Malerei begann René Gilsi schon früh seine Mitarbeit als Zeichner von politischen Karikaturen für den  Nebelspalter.  Bereits 1925, also zu Beginn der erfolgreichsten Jahrzehnte dieser Satirezeitschrift, gehörte René Gilsi zu den besten und regelmässigen politischen Zeichnern des Blattes. Otto Baumberger war damals Bildredaktor, berühmte Mitarbeiter wie Gregor Rabinovitch, Jakob Nef, Varlin oder Heinrich Danioth waren seine Künstlerkollegen. Seine bedeutendste künstlerische Leistung schuf René Gilsi sicher mit seinen Karikaturen. Berühmt wurde sein pointierter Einsatz gegen die Diktatur der Nationalsozialisten und deren Sympathisanten in der Schweiz. Auch bei den Themen für einen besseren Schutz der Umwelt war er einer der ersten Kritiker. Im Weiteren zeichnete René Gilsi auch Karikaturen für den „Schweizer Spiegel“ und auch für ausländische Blätter wie „Der Simpel“ in Prag.
Bis in seine letzten Jahre betrachtete er es als seine Aufgabe in seinen politischen Zeichnungen, Fehlentwicklungen und - aus seiner Sicht - falsche Wege aufzuzeigen.

In den späteren Jahren zeichnete er auch Bildergeschichten mit eigenen Texten. 1950 erschien sein Buch „Onkel Ferdinand und die Pädagogik“, im Jahre 1964 „Manchmal stimmt’s“ und 1981 im Nebelspalter-Verlag „Kommentare zum Lauf der Welt und überhaupt“.

René Gilsi betätigte sich auch immer wieder politisch als couragierter Plakatentwerfer.

Sein weiteres künstlerisches Werk, die vielen schönen Aquarelle und Gemälde,  stehen etwas im Schatten seines wichtigen Oeuvres als Karikaturist und politischer Zeichner.