Biographie Werner Weiskönig

Werner Weiskönig  (1907–1982)

Am 3. November 1907 wird Werner Weiskönig als Sohn des Lithographen Paul Weiskönig und der Appenzellerin Rosa Schläpfer in Chemnitz geboren. Vom Vater hat der Künstler sein zeichnerisches Talent mitbekommen. Schon in seinem dritten Lebensjahr zieht die Familie nach St. Gallen, wo der Knabe zusammen mit seinem jüngeren Bruder aufwächst. 

Bereits als Schüler zeigt sich seine grosse zeichnerische Begabung. Er verlässt die Kantonsschule frühzeitig, um sich an der Kunstgewerbeschule St. Gallen als Grafiker ausbilden zu lassen. Sein Lehrer war Fritz Gilsi, der ihn in jeder Hinsicht fördert und dem er zeitlebens freundschaftlich verbunden bleibt. Schon im Alter von 18 Jahren erhält Weiskönig den Auftrag zum Entwurf von Briefmarken. Die Postverwaltung wird auf den jungen Mann aufmerksam und lädt ihn zu Wettbewerben ein. 

Die Qualität seiner Briefmarkenentwürfe trug in hohem Masse zu seinem Ansehen bei. Er gehört zu den erfolgreichsten Gestaltern von Schweizer Briefmarken. Von seinen insgesamt 36 realisierten Serien sind alle erstprämiert aus Wettbewerben mit anderen namhaften Künstlern hervorgegangen. 

In den Jahren 1930/31 bildet er sich an der Kunstakademie in Düsseldorf weiter. 

Zurück in St. Gallen, macht er sich als Grafiker selbständig. Bald ist sein Name über die Region und Stadt St. Gallen hinaus in der Schweiz bekannt. 

1930 unternimmt er mit René Gilsi eine Reise durch Belgien und Holland, 1931 hält er sich in Paris auf.

1933 Heirat  mit Gila Stumpe aus Bremen, die er aus seiner Schulzeit an der Kunstgewerbeschule kennt. 
Im Jahre 1936 entstehen viele der wichtigen grautonigen  Ölbilder in Spachteltechnik, z.B. „Vieux Port“ oder „Fischer an der Seine“. 

In den Kriegsjahren gibt es für ihn keine Reisemöglichkeiten mehr, so wird die Landschaft von Altenrhein, wo er sich sehr gerne aufhält, sein bevorzugtes Motiv. Er baut dort ein einfaches Holzhaus, wo er jahrelang Wochenenden und Sommerferien verbringt. 

1948  hält er sich in Frankreich auf, ein Jahr später reist er mit Carl Walter Liner und Josef Eggler  nach Nordafrika. 

Werner Weiskönig liebte das Reisen. Die neue Umgebung verlieh ihm neue schöpferische Kräfte, und so entstanden auch immer wieder schöne Werke auf diesen Aufenthalten. 

1952 reist er nach Finnland, 1953 nach Sizilien.  Später folgten viele kürzere Reisen nach Spanien, Portugal, Griechenland, Italien und Norddeutschland. 

Werner Weiskönig hat sich auch mit künstlerisch hochstehenden Plakaten einen grossen Namen gemacht. So z.B. mit dem eigenwilligen Entwurf für die Fussball-Weltmeisterschaft von 1954 oder dem stilistisch starken Sujet für Davos oder das aesthetisch beeindruckende Werbeplakat für Musik Hug. 

In den letzten Lebensjahren wird die nähere Umgebung zum Hauptmotiv seiner Malerei.  Es entstehen viele grossformatige Landschaften, oft Winterbilder, deren Kontraste ihn besonders reizen. 

Werner Weiskönig stirbt am 23. März 1982 in St. Gallen.  

Der BuchsDruck Verlag hat über den Künstler eine sehr schöne Monographie herausgegeben:
„Werner Weiskönig“, mit einer Einführung von Johannes Anderegg.

Eines der frühesten Werke
von Werner Weiskönig:

"Das Alpsteingebirge 
d.Kte. St. Gallen, Appenzell (Schweiz)
v.d. Fähnern aus ges.

WW""

Öl auf Leinwand, 56x75 cm, rechts unten signiert und datiert 1925.
Auf der Leinwand rückseitig mit dem Text des Künstlers bezeichnet.
(Gemalt im Alter von 18 Jahren!)

Signatur:

Rückseite mit handschriftlicher Bezeichnung des Künstlers:

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